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Bora

Die Bora (kroatisch Bura; slowenisch Burja) ist ein trockener, kalter und sehr böiger Fallwind an der slowenischen und kroatischen Adriaküste.

Die Bora ist vor allem in Kroatien sehr stürmisch, Böen können in Einzelfällen bis zu 200 km/h erreichen. Die Bora bläst vorwiegend im Winter, im Sommer dauert sie meist nur ein bis drei Tage und sie erreicht nicht ihre Winterstärke. Im Spätherbst und Winter hingegen kann die Bora bis zu 14 Tage wehen - sie wechselt sich dann häufig mit dem Jugo (Südwind) ab. Vorherrschende Windrichtung ist aus Ost-Nordost. Die stärkste Wirkung erreicht die Bora, wenn sehr kalte Kontinentalluft oder gealterte Polarluft die Adria erreicht. Die kalte Luft über den Karsttälern Kroatiens stürzt dann als Fallwind durch die Gassen der Karstgebirge herunter. Trotz der leichten Erwärmung beim Herunterwehen, wird der Wind als sehr kalt empfunden.

Die Bora erreicht ihre größte Stärke in der Regel in den Nachtstunden (der Peak liegt meist  um 2 Uhr nachts) und am späten Nachmittag.

Insbesondere von Skippern mit wenig Erfahrung darf die Bora in keinem Fall unterschätzt werden! Sie kommt plötzlich und setzt meist direkt mit großer Stärke ein. Unbedingt den Wetterbericht verfolgen und einen borasicheren Hafen anlaufen, wenn dieser Wind angekündigt wird.

Besonders gefährdet sind die Bereiche in der Bucht von Triest, um Krk, Pag und Sibenik, an der Westküste Istriens hingegen ist die Bora nicht ganz so gefährlich. In Süddalmatien weht die Bora im Sommer deutlich seltener und meist weniger stark und kürzer.

Die Bora setzt in Kroatien oft bei blauem Himmel, normalem Barometerstand und niedriger Luftfeuchtigkeit ein. Erste Warnzeichen einer Bora sind meist Wolkenwalzen auf den Bergkuppen des Velebitgebirges. Lösen sich Wolkenfetzen aus diesen Wolken oder beobachtet man wasserfallartiges, schnelles „Abfließen“ der Wolken von den Berghängen sollte man sich in Sicherheit bringen.

Ihre Fragen & Anregungen sind willkommen!

Tipps von Skippern für Skipper:
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